Vor 35 Jahren fiel die Mauer

Am 7. Oktober 1989 feierte das SED-Regime seinen letzten Geburtstag: Den 40. Jahrestag der DDR-Gründung. Zahlreiche ausländische Ehrengäste waren zur Feier in den Palast der Republik geladen, darunter auch Michael Gorbatschow. Es fand eine große Militärparade statt und etwa 100.000 Mitglieder der Jungendorganisation FDJ zogen mit einem Fackezug durch Ostberlin.
Am 9. November fiel die Mauer. Es begann mit der in den Nachrichten übertragenen Mitteilung von Günther Schabowski: "Soeben sei beschlossen worden, dass jeder Reisewillige der DDR in die BRD darf." Kurze Zeit später stürmten die ersten DDR-Bürger die Grenzübergänge. In Berlin überrannten sie das Brandenburger Tor und kletterten auf die Mauer. Bald genügte das nicht mehr. Den Rufen "macht das Tor auf, macht das Tor auf!" folgte tatkräftige Demontage. Mit Hammer und Spitzhacken wurde die Mauer Stück für Stück abgetragen.
Die einst unüberwindliche Grenze verwandelte sich in kürzester Zeit in einen löchrigen Schweizer Käse. Der „friedlichen Revolution“ auf der Straße folgte bald ein unumkehrbarer Prozess, der schließlich zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten führte. Am 20. September 1990 stimmte die Volkskammer der DDR und der Deutsche Bundestag dem Einigungsvertrag vom 31.August 1990 zu. Die deutsche Einheit war wieder hergestellt.
Wir freuen uns, dass viele unserer Fotografen:innen damals mit ihrer Kamera dieses bedeutende geschichtliche Ereignis begleitet haben. EdusStock kann deshalb allen Lehrenden und Lernenden diese authentischen Bilder zur Verfügung stellen.